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Schutzfenster für Laseroptiken

Festkörperlaseroptiken wie z.B. von Nd:YAG- oder Alexandrit-Lasern werden durch Schutzgläser geschützt. Diese verhindern, dass teure Fokussieroptiken beim Schweißen von Schmelzgut beschädigt oder bei medizinischen Laseranwendungen bakteriologisch verschmutzt werden. Die Lebensdauer dieser Fenster ist begrenzt, da sie nur in seltenen Fällen gereinigt werden können. Eine Wiederaufarbeitung dieser Fenster ist nicht möglich, da die technischen Spezifikationen durch ein Nachpolieren nicht mehr eingehalten werden. Dies führt dazu, dass die Fenster regelmäßig ersetzt werden müssen.

Spezifikationen und Toleranzen:
Durchmesser 5,0 - 80,0 mm (+0/-0,13 mm)
Dicke 1,5 - 10,0 mm (±0,25 mm)
Beschichtung 355  - 1500 mm
S/D 20/10 (Standard)


Schutzfenstereigenschaften

Wichtig für Anwendungen in der Metallverarbeitung oder im medizinischen Bereich sind "neutrale" Schutzgläser, die den Laserstrahl in seiner Form, Intensität und seinen sonstigen Eigenschaften nicht verändern. Der Laserstrahl sollte im Idealfall also nicht "bemerken", dass er durch ein Fenster tritt. Dies hängt entscheidend von zwei Faktoren ab: Zum einen von der Qualität des benutzten Glases, dass z.B. aus Fused Silica, BK7 oder Saphir gefertigt werden kann und zum Anderen von der unvermeidlichen Beschichtung der beiden Glasflächen.

Die Qualität von Glassubstraten für diese Laseranwendungen wird u. a. durch die Schlierenqualität und die Anzahl der Einschlüsse beschrieben. Je weniger Einschlüsse im Glas vorhanden sind, desto weniger wird der Laserstrahl absorbiert. Damit wärmt sich das Glas weniger stark auf und hält länger. Die Schlieren beschreiben die Brechungsindexhomogenität: Je besser die Schlierenqualität des Glases, desto weniger wird der Laserstrahl beim Durchgang durch das Schutzfenster verändert. Streulichtverluste werden vermieden oder bleiben vernachlässigbar klein. Die bei VLOC benutzten Schutzglassubstrate erfüllen hier die höchsten Anforderungen der Laserindustrie für den Hochleistungslaserbetrieb und hochpräzise medizinische Laseranwendungen.


AR-Beschichtung

Die Antireflex-Beschichtung ist nötig, um die unvermeidlichen Verluste durch Reflexion an den beiden Glasflächen zu minimieren. Damit verhindern die AR-Beschichtungen, die je Seite eine Restreflektion von weniger als 0,15% aufweisen, auch das Auftreten von Rückreflexen.

II-VI/VLOC verfügt über langjähriges Optik-Know-How und Verfahrenskenntnisse. Das schließt spezielle Polierprozesse (siehe Bild) der Schutzfenster ebenso ein, wie das Beschichten von Fenstern je nach Einsatzzweck und verwendeter Laserstrahlquelle. Da zur Zeit fast jede Nd:YAG-Laser-Fokussieroptik durch individuelle Schutzgläser geschützt wird, konnte sich bisher noch kein Standard durchsetzen. Auf dem Markt existiert also eine Vielzahl unterschiedlich dicker und großer Schutzgläser.

Ihr Ansprechpartner:
Olaf Thomsen (Tel.: +49-6151-8806-759, E-mail: othomsen@ii-vi.de).

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