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Newsletter – Nr 5

Inhalt  Editorial  Scanner  Laserstrahlschneiden  Schutzfenster  Polarisation  Auskoppelspiegel 



Schutzfenster für Ihre Laseroptiken

Haben Sie Nd:YAG-Laser oder Laser im medizinischen Bereich, wie z.B. einen Alexandrit-Laser? Dann kennen Sie das: Schutzfenster bzw. Schutzgläser schützen die Laseroptiken und sollten regelmäßig gereinigt oder ausgewechselt werden.

Benutzer von Nd:YAG-Hochleistungslasern in der Metallbearbeitung können sicher ein Lied davon singen: Regelmäßig verschmutzen die Fenster, die Strahlqualität wird schlechter und die Schweiß- oder Schneidergebnisse gleich mit. Falls alles schief läuft reisst auch noch das Schutzglas und damit ist dann unter Umständen Ihre Laseroptik beschädigt und muss aufwendig repariert werden. Dies kann mit sehr hohen Kosten und langen Stillstandszeiten verbunden sein.

Im medizinischen Bereich sind die Anforderungen noch höher: Hier müssen die Schutzfenster meist nach jeder Behandlung aus bakteriologischen Gründen desinfiziert oder gewechselt werden. Ablagerungen auf dem Schutzfenster durch den Behandlungsprozess sind hier nicht das Entscheidende, wichtig ist vielmehr eine absolut keimfreie Komponente, um Komplikationen bei der nächsten Behandlung oder OP absolut zu verhindern.

Wichtig ist für beide Anwendungen, dass der Strahl in seiner Form, Intensität und seinen sonstigen Eigenschaften möglichst nicht verändert wird. Der Laserstrahl sollte im Idealfall also nicht "bemerken", dass er durch ein Fenster tritt. Dies hängt entscheidend von zwei Faktoren ab: Zum einen von der Qualität des benutzten Glases und zum Anderen von der unvermeidlichen Beschichtung der beiden Glasflächen.

Die Qualität von Glas für diese Laseranwendungen wird u. a. durch die Schlierenqualität und die Anzahl der Einschlüsse beschrieben. Je weniger Einschlüsse im Glas vorhanden sind, desto weniger wird der Laserstrahl absorbiert. Damit wärmt sich das Glas weniger stark auf und hält länger. Die Schlieren beschreiben die Brechungsindexhomogenität: Je besser die Schlierenqualität des Glases, desto weniger wird der Laserstrahl durch das Schutzfenster verändert und desto besser ist die Strahlqualität nach dem Durchgang des Laserstrahls durch das Schutzglas.

Die Antireflex-Beschichtung ist nötig, um die unvermeidlichen Verluste durch Reflexion an den beiden Glasflächen zu minimieren. Bei sichtbarem Licht z.B. werden an jeder Fläche ca. 4% reflektiert, damit hat man an Vor- und Rückseite schon Verluste von zusammen 8%. Dies ist enorm viel, wenn man die geringen Wirkungsgrade von Lasern betrachtet und die Anstrengungen, die unternommen werden, um noch ein Prozent Leistung mehr aus diesen herauszuholen. Damit verhindern die AR-Beschichtungen, die je Seite eine Restreflektion von weniger als 0,15% aufweisen, auch das Aufheizen und damit das vorzeitige Beschädigen der Fenster.

II-VI/VLOC verfügt über langjähriges Optik-Know-How und Verfahrenskenntnisse. Das schließt spezielle Polierprozesse (siehe Bild) der Schutzfenster ebenso ein, wie das Beschichten von Fenstern je nach Einsatzzweck und verwendeter Laserstrahlquelle. Da zur Zeit fast jede Nd:YAG-Laser-Fokussieroptik durch individuelle Schutzgläser geschützt wird, konnte sich bisher noch kein Standard durchsetzen. Auf dem Markt existiert also eine Vielzahl unterschiedlich dicker und großer Schutzgläser. II-VI/VLOC fertigt Schutzgläser auch in kleinen Mengen nach Kundenspezifikationen. Bitte sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gern weiter.

Ihr Ansprechpartner:
Olaf Thomsen (Tel.: +49-6151-8806-759, E-mail: othomsen@ii-vi.de)

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