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Newsletter – Nr 4

Inhalt  Editorial  Grüner Laserpointer  YLF  PRIMES-Workshop  Dicke Dinger  Reinigung von CO2-Laseroptiken 

Editorial



Wer Geld anlegen möchte versucht immer eine möglichst hohe Rendite herauszuholen. Aber wer denkt bei Geldanlagen und hohen Renditen schon an Rohstoffe? Jeder weiß, dass Aktien an der Börse gehandelt werden und dort je nach Tagesform großen Wertschwankungen unterliegen. Aber Rohstoffe? Ja, auch Rohstoffe wie Blei, Kupfer, Stahl, etc. werden an einer Börse gehandelt. Eine der wichtigsten Börsenplätze der Welt für Metalle liegt in London. Dort werden nicht nur die üblichen Metalle, wie etwa Stahl und Kupfer, sondern auch Exoten wie Selen, Germanium oder Rubidium gehandelt und unterliegen Preisschwankungen je nach Angebot und Nachfrage.

In der Vergangenheit wurde dieser Markt vom "Normalbürger" kaum beachtet. Dies lag daran, dass sich die Rohstoffpreise über viele Jahre sehr konstant entwickelt haben und tendenziell eher gefallen sind. Dies scheint sich aber jetzt zu ändern: Was in den letzten Monaten an den Rohstoffmärkten passiert, ist so noch nicht da gewesen. Auf breiter Front ziehen die Preise an. Aber das Ausmaß des Anstiegs ist sehr unterschiedlich. Während manche Stahlsorten in den letzten 12 Monaten nur um 10 bis 15% im Preis zulegten, ist Kupfer über 30% gestiegen. Ganz außerordentlich sieht die Entwicklung für Selen aus. Hier stieg der pro Kilopreis in nur knapp 12 Monaten von 8 $ auf über 80 $. Und ein Ende des fast exponentiellen Preisanstiegs ist nicht in Sicht. An der Börse würde man von einem echten "Outperformer" sprechen und jeden beglückwünschen, der eine Tonne Selen vor zwölf Monate gekauft hat.

Leider hat eine solche Erfolgsgeschichte nicht nur positive Seiten. Alle, die auf Materialien wie Kupfer oder Selen für Ihre Produkte angewiesen sind, haben unter dieser Entwicklung zu leiden, denn für Sie ist die Beschaffung wesentlich teurer geworden. Dies gilt auch für II-VI. Denn II-VI benötigt für seine Optiken erhebliche Mengen reinsten Selens und hochwertiges Kupfer. Die Entwicklung der Rohstoffpreise wird daher bei II-VI mit Argusaugen verfolgt und Materialzuschläge wie bei anderen Rohstoffen sind wegen des weiter anhaltenden Preisdruckes unvermeidlich.




Manfred Berger






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