 | Newsletter – Nr 2




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Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug zu viel zu bezahlen; aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres mehr zu bezahlen.
John Ruskin, Engl. Sozialreformer, 1819-1908 |
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Die größte Klugheit besteht darin, den Preis der Dinge richtig zu erkennen.
La Rochefoucauld, Franz. Moralist, 17. Jahrhundert |
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Die Zeiten sind schlecht... oder zumindest nicht gut. Investitionsschwäche hier, Globalisierung da, Personalprobleme, Wettbewerb, Rentabilität usw., usw.. Es ist ein Teufelskreis, weil die Kosten nun mal da sind. Da der Markt nach dem Motto "Geiz ist geil" operiert, sind viele Firmen nicht mehr in der Lage oder bereit, gerechtfertigte Preise zu akzeptieren. Diese Einstellung, die selbst innerhalb unserer High-Tech-Gesellschaft salonfähig geworden ist, ist – gelinde gesagt – zweifelhaft. Wohlgemerkt, wenn das Preisgefüge gerechtfertigt ist! Das allerdings bedarf der Interpretation.
Unsere Gesellschaft krankt daran, dass eine Erwartungshaltung – teilweise genährt durch die "New Economy" und die Aktienmärkte – entstanden ist, die davon ausgeht, dass man eigentlich "Alles" immer "billiger" haben kann (Lopez-Effekt!); man muss nur wollen!
Nun ist es schon immer relativ einfach gewesen "billiger" zu produzieren! Aber ab einem gewissen Punkt geht es ans Eingemachte. Wir sind nicht bereit, die notwendige Sorgfalt und Qualität, die Knowhow-Vermittlung und die fortschrittsbedingten bzw. fortschrittsfördernden Investitionen einem Marktverständnis zu opfern, welches sich einzig an der abwärts gerichteten Preisspirale zu orientieren scheint. Der Markt verlangt von uns Qualität, Investitionen in die Zukunft und – mit Recht – die Optimierung und Rationalisierung von Abläufen und Arbeitsprozessen. Wir tragen dem Rechnung! Aber wir sind es Ihnen, unseren Kunden, schuldig, keine Abstriche beim Preis/Leistungs-Verhältnis zu machen. Wir sind unserem Anspruch und gutem Ruf verpflichtet, Ihnen die Qualität zu liefern, die Sie mit Recht von II-VI erwarten |
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| Manfred Berger |
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