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Newsletter – Nr 1

Inhalt  Schwarze und gelbe Linsen  VLOC-/II-VI-Fenster für YAG  Laserscanner-Systeme  Reinigen von Optiken  Metalloptiken 



Schwarze und gelbe Linsen? Was soll's!

Es spuken doch immer wieder Gerüchte herum. So zum Beispiel über – angeblich – sagenhafte Schneidergebnisse mit "schwarzen" Linsen. Was ist dran?

Dazu einen kurzen Ausflug in die Geschichte, gewürzt mit etwas Technik:
Vor ca. 20 Jahren wurde überall an Beschichtungen für CO2-Laseroptiken geforscht...

In Japan wurde untersucht, ob man nicht die Wasserlöslichkeit der Salz-Substrate, also den Hauptnachteil von Kochsalz-Linsen, durch das Aufbringen einer Schutzbeschichtung, sozusagen als Rundumversiegelung, beheben könne.

Das sehr aufwändige Programm wurde nach einigen Jahren aufgegeben, da sich das wasserunlösliche ZnSe als das bessere Substrat-Material erwies.

In Europa favorisierte man eine Zeit lang niedrig absorbierende Antireflexbeschichtungen aus Arsentrisulfid (As2S3), die sich aber wegen Unbeständigkeit und mangelnder Reproduzierbarkeit nicht durchsetzen konnten.

In den USA bei II-VI Inc. verfolgte man zwei erfolgversprechende Wege. Zum Einen die Verbesserung der Standard-AR-Beschichtungen und des Weiteren ein neues "schwarzes" Schichtsystem, basierend auf Germanium, welches sichtbares Licht nicht durchlässt. Während man mit der neuen Standard-AR-Beschichtung sehr bald die gewünschten Ergebnisse erzielte, überwogen bei den (damals "Black Coating" genannten) "schwarzen Linsen" die Nachteile:

Das "Black Coating" war nur eingeschränkt reproduzierbar.
Es war nicht durchsichtig.
Es war zu aufwändig herzustellen.

Das "Black Coating" wurde zu den Akten gelegt und statt dessen entwickelte man bei II-VI die ultraharten PV- und die niedrigst absorbierenden ULA-Beschichtungen, die heutzutage unter der Bezeichnung MP-5 vermarktet werden.

Die industrielle Fertigung der ZnSe-Linsen und deren Standard-Beschichtungen wurde über die Jahre weiter verbessert, so dass heute die Einhaltung engster Toleranzen bei ungewöhnlich niedriger Ausschussquote gewährleistet ist.

Die "schwarzen Linsen" gibt es immer noch; aber nicht von II-VI! Denn ausführliche Testreihen bei II-VI und bei einigen namhaften Lasermaschinen-Herstellern haben keinerlei Vorteile ergeben. Weder hat sich der Brennfleckdurchmesser verringert (und damit gibt es keine Vorteile in Bezug auf die Schnittgeschwindigkeit), noch hat sich die Haltbarkeit verbessert (denn die äußere Schicht der "schwarzen Linse" ist aus dem gleichen Material wie die einer II-VI-Standardlinse), noch kann man den Gasverbrauch reduzieren (denn der hat nur etwas mit der Düsenöffnung zu tun).

Und somit können die alten Beschichtungsprogramme ja weiterhin in der II-VI-Schublade bleiben.

Die Linsen, die wir Ihnen heute liefern, bieten für jeden Laseranwender Vorteile: Sie sind industrieerprobt, sie sind von gleichbleibender Qualität und sie sind trotzdem kostengünstig.

Ihr Ansprechpartner:
Manfred Berger (Tel.: 06151-8806-29, E-mail: mberger@ii-vi.de)

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